Alaska

Wir erreichen Alaska über den Top of the World Highway. Eine Piste mit wunderschönen Ausblicken, mittendrin der Grenzübergang zu Alaska/USA. Das Prozedere ganz kurz...nur kurze Fragen, ob wir Waffen, Drogen oder Haustiere dabei haben, ob wir in Deutschland wohnen und wie lange wir bleiben wollen.

Mit eigenem Fahrzeug ist seit neuestem bestimmt worden, dass dieses nur ein Jahr auf amerikanischem Boden bleiben darf.

Jetzt sind wir im Land der Inch und Feet, sowie der Meilen. Getankt wird zwar günstig, aber in Gallonen. D.h. jetzt ist für uns mehr umrechnen nötig.

Wir tasten uns langsam über wunderbare Schotterpisten Richtung Denali Nationalpark. 

Wir sind gespannt....

In den Denali Nationalpark kann man nur 15 Meilen mit dem eigenen Fahrzeug fahren, per Bus geht es bis zu 92 Meilen.

Wir haben uns für ein Mittelding entschieden, das uns 66 Meilen in den Park bringt, mit einigen Fotostops, Dauer 8 Stunden.

Die Erwartungen waren wieder viel zu groß...dennoch wir konnten 5 Grizzlys sehen. Diese waren aber mit bloßem Auge nicht zu beobachten, die Entfernung war zu groß. Ebenso die Dall Schafe...wir konnten die schneeweißen Schafe an der steilen Felswand sehen aber die Entfernung zu den Felsen war immens, es waren eigens dafür Fernrohre aufgestellt.

Nur ein einzelnes Karibu war nett und ist direkt am Bus entlang marschiert...genau so hätte ich mir das vorgestellt. 

Und nochmal Denali...einer geht noch...

Wir machen vom Visitor Center eine kleine Wanderung zu den Schlittenhunden. Schöne Wanderung, wir waren mit unseren Bärenglöckchen ganz allein unterwegs, haben keine Menschenseele getroffen, obwohl das alles nicht weit draußen ist.

15.07.

Abends sind wir an der 49th State Brewery vorbeigekommen....da mussten wir natürlich  sofort rechts ran.

Die Brauerei hat Charme, wirklich ein cooles Ambiente, lecker Essen und es gibt Weißbier  (Weizen) mit Brombeer und Erdbeergeschmack....

Aber das Originellste steht draußen im Garten....es ist der Bus von "Into the wild".

Es ist die verfilmte Geschichte des jungen Chris McCandless (hoffe der Name ist so korrekt). Hier gleich um die Ecke, d.h. zwischen Denali Nationalpark und Fairbanks hat es das Schicksal im Jahre 1992 nicht gut mit ihm gemeint. 

Er hat sein Zuhause verlassen, seine Identität aufgegeben und ist nur mit einem Gewehr und das was er am Körper trug in die Wildnis losgezogen.

Die Natur wurde ihm zum Verhängnis, er konnte von seinem Lager, das er sich im Bus eingerichtet hatte, nicht mehr zurück. Die Schneeschmelze hat eingesetzt, so konnte er einen Fluss nicht mehr überqueren; er war bereits am Verhungern, ist letztendlich an einer Vergiftung durch Beeren gestorben. 

Nur kurze Zeit später kamen die ersten Menschen an seinem Lager vorbei, doch leider zu spät für diesen jungen Abenteurer.

Er war 113 Tage völlig auf sich alleine gestellt in dieser Wildnis, hätte aber mit Kompass und detaillierten Karten einen Weg finden können.

Es hat mich berührt diesen Bus zu betreten, da die ganze Geschichte unter die Haut geht. Chris McCandless wurde gerade mal 24 Jahre alt.

Hier sind die Leute mit verrückten Vehikeln unterwegs....

Wir sind in Fairbanks....lassen uns inspirieren. Ich denke, das ist eine Stadt für die man Zeit braucht. 

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