Manitoba + Saskatchewan, Kanada

Wir verlassen das Land der Seen und betreten flaches Agrarland. Ein völlig neues Bild, da die bereits passierten Provinzen doch mit unzähligen Seen überzogen waren. Die nächtlichen Konzerte werden wir vermissen...wir haben recherchiert, es war ein Frosch, der diesen vogelartigen, lautstarken  Gesang die ganze Nacht zum Besten gegeben hat.

Wir haben heute einen besonders hübschen Ort mit Wildgänsen besucht, das Alf Hole Goose Sanctuary. Alf Hole hat mit seinem kleinen Park ein Paradies für Wildgänse geschaffen. Die bei ihm geschlüpften Küken kehren alljährlich wieder zurück.

Ein Tag in Winnipeg. Da der Highway No. 1 eh direkt durch die Stadt verläuft, dachten wir uns verbringen wir einen Tag in der Stadt, und weil's noch nicht reicht nehmen wir die Nacht gleich mit dazu. Ersteres war nicht der Hit, zweiteres hätten wir uns wirklich ersparen können. Klar, eine Stadt ist laut, aber ein Parkplatz direkt an den Bahngleisen und an der Straße ist etwas viel. Die ganze Nacht hindurch rollen die Güterzüge durch das Land.

Absolutes Highlight für uns war das Canadian Museum for Human Rights. Das Museum wurde erst 2014 eröffnet, der Bau ist ein Kunstwerk aus Beton, Naturstein und Glas, darin ausgestellt wird alles um die Rechte der gesamten Menschenheit, aller Völker und auch die fürchterlichen Vergehen an ethnischen Minderheiten. 

Der Anteil an der indianischen Urbevölkerung ist nicht unerheblich und sehr sensibel dargestellt. 

Plätze gibt's.....die sind nur noch schön.

Die endlosen Weiten sind nicht zu unterschätzen...das war mal wieder eine echte Sitzfleischprüfung.

Du fährst tagelang an noch sehr "frischen" Getreidefeldern und Grasflächen entlang, der Highway immer geradeaus, die einzige Abwechslung sind die meist schwarzen Rinder, manchmal Bullen mit Ausmaßen eines Bisons. Aber Bisons haben die weißen Eroberer in den 1870er Jahren schon so gut wie ausgerottet. Die Männer fuhren mit der neuen Pacific Railway und erledigten ihren Job vom fahrenden Zug aus...die Bisonhäute wurden für die florierende Industrie benötigt...und die Indianer hatten keine Lebensgrundlage mehr.

Die Indianer haben zu allem Überfluss noch eine Abtrittserklärung für ihren angestammten Lebensraum unterzeichnet und so war der auch noch weg. 


In Regina  (Saskatchewan) haben wir das Museum und Ausbildungszentrum der RCMP (Royal Canadian Mounted Police) besucht.

Ich wollte doch nur die berittene Polizei sehen, eine Sondereinheit der RCMP könnte man sagen, mit besonders schwerem Ausbildungsweg, bei dem nur eine Handvoll Bewerber unter vielen Hunderten ausgesucht werden.

Leider gibt's die Rotröcke erst im Juli zu sehen, so mussten wir mit einer etwas befremdlich wirkenden Performance der Kadetten vorlieb nehmen. 

In Fort Walsh konnten wir ein originalgetreu nachgebautes Fort in den Cypress Hills besuchen. Dort wurde die RCMP  (Royal Canadian Mounted Police) in den 1870er Jahren nur für kurze Zeit stationiert....kaum war das Fort errichtet, verlor dieser Stützpunkt auch schon wieder seine Wichtigkeit. Die Auseinandersetzungen mit den indianischen Ureinwohnern wurde mit ihrer Vertreibung beigelegt. 

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