Mecklenburgische Seenplatte, Rügen

Ganz langsam wollen wir es diesmal angehen.....selbst für die Anreise zur Seenplatte nehmen wir uns eine ganze Woche Zeit. Auf unserem Weg haben wir Zeit für Kurzbesuche bei Freunden😊, für Bamberg, für die Lutherstadt Wittenberg (die uns aber nicht vom Hocker gehauen hat), zum schwimmen und Boot fahren auf den unzähligen Seen, die wir auf unserem Weg Richtung Norden passiert haben.
Potsdam wollte ich mir nicht entgehen lassen....und ich bin froh, dass es heute auf unserem Plan stand.
Ein Tag ohne Sorgen im Sans Souci.....das Schloss Sans Souci und der zugehörige Park ist ein einmaliges
Bauwerk der Renaissance. Der "Alte Fritz" ließ sich sein Sans Souci als kleines, aber feines Lustschloss
erbauen. Es sind wunderbare Bauwerke im weitläufigen Park, die wir gar nicht alle erlaufen konnten....
macht aber nix....wir konnten wunderbare Eindrücke mitnehmen.
Am 07.08. sind wir mit einem ausgedehnten Prozedere in die Technik unseres Hausbootes eingewiesen worden.
In Theorie und Praxis wohlgemerkt.....alles gar nicht so einfach bei einem Kutter von 10 m Länge.
Erstmal spannend für alle.....alles und jeder braucht seinen Platz....die Nacht, als wir vor Anker lagen war
ebenso sehr gewöhnungsbedürftig.

11.08. Heute früh haben wir unser Hausboot wieder zurückgegeben. In den vier Tagen auf der Seenplatte durften wir einige Anlegemanöver absolvieren, wir mussten Knoten machen, die auch hielten, hatten einige Schleusendurchfahrten, die sehr spannend waren. Bei Wind wurden wir einfach vom Poller wieder weggedrückt und das ganze begann von vorne....
Die Müritz ist ein Traum......die Ruhe, die man abends beim ankern finden kann ist sagenhaft.
Man schaut den Enten und den fleißigen Anglern zu, wartet bis der Mond aufgeht, genießt dazu
ein Glas Wein.....mehr haben wir nicht gebraucht.

Stralsund waren wir nur zwei Nächte. Wir hatten einen genialen Standplatz direkt hinter einem Hostel...nur 10 Minuten zu Fuß von der Altstadt entfernt. 

Eine herrliche Altstadt, UNESCO WELTKULTURERBE, wunderschöne Backsteinbauten. Aber nicht nur für das Auge gibt es was, nein auch das Kulinarische kommt nicht zu kurz....Fischbuden und Fischrestaurants soweit das Auge reicht.

Sehr zu empfehlen ist das Ozeaneum....Aquarium und Ausstellung in einem. Wer es ansehen möchte, braucht viel Zeit und sollte früh dran sein, ansonsten wird die Warteschlange sehr lange....

Rügen erreicht man ganz bequem über eine moderne Brücke.....ab Stralsund geht's hinüber. 

Es geht an unaufhörlichen Weizenfeldern entlang, durch wunderbare Wälder. Ein ganz besonderer Wald ist          einer unserer letzten Urwälder, der Buchenwald im Nationalpark Jasmund. Von dort kann man
zu den berühmten Kreidefelsen wandern. Der Andrang ist groß, die Aussicht sehr eingeschränkt,
aber gut, einen kleinen Blick konnten wir erhaschen. 
Die Nacht auf dem Wohnmobilstellplatz war in Ordnung.
Am nächsten Tag geht es weiter zum Kap Arkona... ein Muß....
Die letzten Kilometer gehen nur zu Fuß, mit dem Radl, per Pferdekutschen, ach ja die tollen Touri-Züge fahren auch noch dorthin.
Die Wanderung wirklich lohnenswert, der Ausblick vom Leuchtturm wunderbar und zum Abschluss waren wir Kaffee trinken im ehemaligen Feriendomizil von Berthold Brecht...ein entzückender Garten...ganz besonderer Service und der Kuchen Klasse😊.
Nur der vorgelagerte Parkplatz hätte Hermann fast den Nerv gekostet....
Sehr schön fanden wir auch Seedorf, ein kleiner Stellplatz direkt am Hafen mit Segelbooten.
Von dort haben wir eine richtig schöne Radltour unternommen, übers Land, auf Deichen, mit einer Minifähre rüber zur anderen Seite,
mit Badestop am Langen Strand. Schöne Strecke, nette Leute getroffen, total erledigt wieder zurück....aber schön war's.