Polen

26.09. Abends fahren wir spät los, übernachten bei Hermersdorf, ganz idyllisch, sehr ruhig.
27.09. weiter geht es über Leipzig, Richtung Berlin, durch das Havelland, durch das Biosphärenreservat Oder zum jetzigen Standort in der Schorfheide Chorin. 
Wir sind sehr spät angekommen, aber ich denke das ist für unsere morgige Bootstour ein idealer Ausgangspunkt.  Eine wunderschöne Stimmung war das kurz vor Sonnenuntergang als die Wildgänse über uns hinweggezogen sind.
28.09. Wassertag.
An unserem idyllischen Übernachtungsplatz direkt am Parsteiner See ließen
wir unseren Kanadier zu Wasser. Sagenhaft diese Ruhe, ständig huschen Tiere ins Wasser.
Hier ist das Reich von Biber, Eisvogel, Fischotter und Seeadler; Gänse, 
Haubentaucher und Kormorane sind allgegenwärtig.
Eine schöne Tour, danach geht's über die polnische Grenze, wir fahren heute
bis Wollin.
29.09. Erste Aktion fällt wegen "Montag geschlossen" schon mal ins Wasser. Auf der Insel Wollin befindet sich ein Wisent-Park mit Wildschwein, Hirsch und eben Wisent.
Na ja, war ein schöner Spaziergang vorbei an ausgedehnten Wühlspuren der Wildschweine.
Weiter geht der Weg bis Leba zum Slowinzischen Nationalpark, bei Sonnenuntergang können wir noch einen kleinen Blick erhaschen auf das was uns morgen alles erwartet, da freuen wir uns schon drauf.
30.09. Wandertag
Eine stramme Tour liegt vor uns. Wir entschließen uns nicht für die bequeme Art, sondern die 15 km durch den Urwald vorbei an Kunstwerken der Natur zu marschieren. Auf halber Strecke eine Ausstellung, die an die Spuren des Deutschen Reiches erinnert. Raketen wurden dort bereits Anfang der Dreißiger Jahre getestet.
Am Ende der Strecke die Dünen, bis zu 50 Meter hoch, pro Jahr wandern sie 8 bis 10 Meter weiter.
Unser Weg geht weiter nach Danzig, wir haben einen klasse Stellplatz ganz zentral, bewacht und ruhig.
Der erste Eindruck, Danzig bei Nacht.
01.10. Danzig ist eine Perle, eine Schönheit, hat soviel Flair. 
Die Stadt wurde im zweiten Weltkrieg fast komplett zerstört, doch die Häuser wurden in der Altstadt alle wieder originalgetreu aufgebaut, eine wirkliche Augenweide.
Sehr ungern hab' ich mich von der Stadt verabschiedet, leider müssen wir weiter, auf dem Weg schossen wir noch ein paar Fotos von Marienburg (Besichtigung nur bis 15.00 Uhr), unser Übernachtungsplatz heute direkt an einer der Staustufen des Oberländischen Kanals/ Elblag-Osterode-Kanal. 
Leider momentan nur Bautätigkeit, kein Wasser, keine Schiffe, aber das wussten wir bereits im Vorfeld, Hermann als alter Technikfreak mochte sich das trotzdem nicht entgehen lassen. 
03.10. Wolfsschanze
Obwohl das ganze in so wunderbarer Natur liegt, ist es dennoch ein beklemmendes Gefühl dieses Gelände mit den Überresten der Bunker zu betreten.
Angenehmer war die anschließende Bootstour auf der Krutyna, ein ruhiger, naturbelassener kleiner
Fluss, ideal für Bootswanderungen.
06.10. Breslau
Nur ein kurzer Aufenthalt, dennoch konnten wir einen schönen Rundgang machen. Zu allererst besuchen wir die Aula der Universität; die muss man gesehen haben. Dieser Saal erinnert eher an eine barocke Kirche, nicht an eine Aula. Sehr beeindruckend. Die Altstadt ist größtenteils wunderschön restauriert und durch die unzähligen Studenten recht bunt belebt.

Auf der Weiterfahrt haben wir noch Klodzko mit deren Festung besucht. Unglaublich, so eine riesige Anlage in diesem beschaulichen Ort, im allerübrigen die Brücke im Ort ist der Prager Karlsbrücke nachempfunden.
07.10. Wir besuchen Schloss Fürstenstein in Waldenburg, sehr sehenswert.
Im Anschluss sind wir auf historischen Segelfliegerspuren unterwegs. Wir sind in
Grunau, dem Entstehungsort des "Grunau Babys", ein lohnenswerter Abstecher, 
besonders schön wenn man noch unerwartet nette Bekannte trifft.
08.10. wir sind in Görlitz. Für uns eine Stadt voller Wiedersprüche, barocke und Jugendstilfassaden 
vom Allerfeinsten, doch gleich um die Ecke verfällt viel Bausubstanz. 

09.10. Dresden
Die Altstadt mit all ihren Highlights kann man bequem zu Fuß erkunden. Rund um den Dom, zur Elbe, vorbei an der Semperoper bis zum Dresdner Zwinger. Diese Pracht ist bereits von außen sehr beeindruckend, hat man die Möglichkeit das eine oder andere Gebäude zu besichtigen ist man wirklich hin und weg. Besonders zu empfehlen ist das alte grüne Gewölbe, die Schatzkammer von August dem Starken.

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